Kürzlich bin ich durch einen Beitrag von Dr. Martina Oldhafer, Change Managerin und Innovationsberaterin, auf den Begriff ChangeScouts im Gesundheitswesen gestoßen. Seither lässt mich diese Idee nicht mehr los, sie blitzt immer wieder auf und hat mich zum Nachdenken angeregt. Nachdenken darüber, warum ich diese Funktion als maßgeblich und erfolgversprechend empfinde, wenn wir über die Zukunft der Gesundheitsbranche diskutieren.
Interesse an Neuem und Offenheit als Voraussetzung
Martina Oldhafer, die auch als Dozentin, Coach und Autorin aktiv ist, beschreibt den Begriff ChangeScouts in ihren Ausführungen wie folgt: „ChangeScouts sind Menschen, die ein grundsätzliches Interesse für Neues besitzen, und diese Offenheit mit Authentizität in ihr eigenes Umfeld spiegeln können. Ohne eine ausreichende Anzahl an solchen veränderungsaffinen Menschen wird es schwer, entscheidende Zukunftsthemen, wie den Fachkräftemangel, die Digitalisierung, KI und viele aktuell noch gar nicht absehbare Entwicklungen im Gesundheitswesen, umzusetzen.“
Von der Expert*innenkultur zur Innovationskultur
Es braucht also nicht noch mehr Expert*innen, es braucht Offenheit im Denken – vielmehr Ergebnisoffenheit. Ich für mich nehme in Anspruch, dass ich diese Eigenschaft in viele Aspekte meiner Arbeit einbringe. Ich begleite seit 20 Jahren österreichische Unternehmen und Fördergeber im Gesundheitswesen – schwerpunktmäßig auf kommunikativer Ebene, versteht sich. Und ja, ich habe nach so vielen Jahren zweifelsohne Branchen- und Systemwissen, doch auch nach wie vor die nötige Neugierde und Neutralität, etwas einmal einfach nur spannend zu finden, ohne bereits an die Umsetzung und die damit verbundenen Probleme zu denken.
Das heißt, ich vernetze meine Kund*innen und Partner*innen miteinander, ich rege Best-Practice-Beispiele an und gebe sie weiter, ich denke über Grenzen hinaus und bleibe wissbegierig.
Oft habe ich in meinem täglichen Tun mit und für die Gesundheitsbranche das Gefühl, jede und jeder erfindet für sich die Welt neu, obwohl sie bereits aus so vielen guten Ansätzen besteht. Warum nicht über die Bundeslandgrenzen, Schwerpunktbereiche und Disziplinen hinausdenken? Warum nicht auch die Patient*innen und Kund*innen von Beginn an aktiv einbinden? Warum nicht einfach viel mehr ausprobieren, lernen und von Neuem beginnen? Meinen Sie nicht auch, es ist zumindest wert, darüber nachzudenken?
To be continued ...
Beitrag von Dr. Martina Oldhafer: www.bibliomedmanager.de