Das Tempo der Transformation ist dabei hoch, der Druck auf Entscheidungsträger wächst. Wohl kaum eine Branche kann sich diesen Entwicklungen entziehen, bislang erfolgreiche Geschäftsmodelle und Usancen müssen an die neuen Erwartungshaltungen und Anforderungen angepasst werden.
Erfahrungsgemäß sorgt Veränderung bei Betroffenen im ersten Schritt für Verunsicherung. Die Angst vor negativen Auswirkungen verhindert den Blick auf die neuen Chancen, die sich dadurch ergeben können. Die Folge: Blockade und Verharren in verfestigten Positionen. Dies kann für Unternehmen und Organisationen zu einem überlebensgefährdenden Faktor werden – wer zu spät reagiert wird abgestraft. Dementsprechend engagiert wird in vielen dieser Institutionen an der Zukunft „gebastelt“ – technologische Innovationen, adaptierte Prozesse und neue Geschäftsmodelle werden bis ins Detail geplant, entwickelt und umgesetzt.
Expertise statt Bauchgefühl
Vergessen wird dabei aber häufig die wichtigste „Zutat“ für erfolgreiche Transformation: Eine strategisch geplante begleitende Kommunikation der Vorgänge. Während es für alle anderen Bereiche umfangreich ausgearbeitete Konzepte und Strategien gibt, verlässt man sich in der Kommunikation auf spontane „Hüftschüsse“, basierend auf einem vorhandenen „Bauchgefühl“. Eine fatale Fehleinschätzung, die schon in der Vergangenheit bestens geplante Change-Projekte scheitern ließ.
Erfolgreiche Transformation braucht begleitende Kommunikation. Diese muss genau so akribisch vorbereitet werden, wie dies bei technologischen oder juristischen Fragen Usus ist. Man muss sich dafür intensiv mit den relevanten internen und externen Stakeholdern auseinandersetzen: Welche kommunikativen Erwartungshaltungen und Bedürfnisse müssen erfüllt werden, damit diese für die Zielerreichung unbedingt notwendigen Personen und Gruppen den vorgeschlagenen Weg mitgehen können. Dafür ist Expertise und Erfahrung notwendig – und kein „Bauchgefühl“.