Arbeitskräfte werden zum alles entscheidenden Faktor für die erfolgreiche Entwicklung eines Unternehmens. Die derzeit schon angespannte Situation am Arbeitsmarkt wird sich in den kommenden Jahren durch das berufliche Ausscheiden der geburtenstarken Baby-Boomer-Jahrgänge weiter verschärfen. Der schon jetzt entbrannte Verdrängungswettbewerb am Arbeitnehmermarkt führt zunehmend zu skurrilen Entwicklungen, die sowohl für Unternehmen als auch für potentielle Arbeitskräfte gravierende Nachteile bringen.
Wenn man die Stellenanzeigen im Print- oder Onlinebereich und die Job-Angebote auf den Unternehmenswebsites analysiert, entsteht der Eindruck, dass derzeit jede verfügbare Arbeitskraft genommen wird. Die Anforderungsprofile für BewerberInnen und die eigene Arbeitgeber-Marke werden so verwässert, dass de facto jeder ausgeschriebene Job für jeden Kandidaten passt. Dies ist natürlich ein folgenschwerer Trugschluss: Dieses „Gießkannen-Prinzip“ verhindert jede klare Positionierung und Abgrenzung am Markt und führt unweigerlich zu teuren Korrekturen aufgrund von Fehlbesetzungen.
Für eine wirkungsvolle Kommunikation sind immer zwei Systeme entscheidend: Die Absender und die Empfänger. Je mehr ein Unternehmen oder eine Organisation über seine potentiellen MitarbeiterInnen weiß, desto punktgenauer können jene Botschaften und Inhalte über die richtigen Kanäle vermittelt und die gewünschte Reaktion ausgelöst werden. Das System Markencode erlaubt auf sehr effiziente Weise, Kernidentität sowie Verhaltensmotivation zu eruieren und diese in Archetypen zu charakterisieren. Wird dieses Wissen mit der eigenen Arbeitgeber-Marke in Einklang gebracht, sorgt dies für einen effizienten und effektiven Prozess. Denn auch in schwierigen Zeiten brauchen wir nicht jede Bewerbung, sondern die richtige Bewerbung.