Auch in Europa und bei uns in Österreich kommt es in den letzten Jahren immer häufiger zu spürbaren Naturkatastrophen wie Überflutungen, Hitzewellen und Stürmen. Trotz dieser Tatsache hat das Thema Klimawandel in unserer Gesellschaft und vor allem im Journalismus noch immer nicht den notwendigen Stellenwert erreicht.
Fakt ist, dass „alles rund ums Klima“ als Fixpunkt auf der journalistischen Agenda der österreichischen Redaktionen fehlt. Um dies zu ändern, hat das Netzwerk Klimajournalismus den Klima-Kodex entwickelt, der im Rahmen eines Vortrages im OÖ. Presseclub präsentiert wurde – und wir waren dabei!
Die Initiative bietet Redaktionen in erster Linie Vernetzung und Unterstützung, zum Beispiel in Form wissenschaftlich relevanter Informationen. Der gemeinsam erarbeitete Kodex stellt darüber hinaus eine Art Leitfaden zur erfolgreichen Klimaberichterstattung dar. Dadurch soll vor allem auch Lokal- und Bezirksmedien mit geringem Aufwand ermöglicht werden, für dieses dringliche Thema mehr Platz in der Berichterstattung zu schaffen. Der Kodex setzt sich aus fünf kompakt formulierten Punkten zusammen, die einen sachgemäßen Umgang mit diesem heiklen Thema erläutern.
Stichwort „Know-how“
Viele Menschen schalten beim Lesen des Wortes „Klimakrise“ bereits ab, da vordergründig eine negative Berichterstattung erfolgt. Sachlich informiert wird über dieses essenzielle Thema bei weitem zu wenig. So war die wohl am stärksten diskutierte Frage des Vortrags „WIE?“: Wie distanziert man sich stärker vom negativ behafteten Katastrophenjournalismus? Unter Heranziehung psychologischer Aspekte könnte ein Perspektivenwechsel hin zu einer positiveren Berichterstattung der Schlüssel zum Erfolg sein – die Menschen verstärkt mit sachlichen Informationen erreichen und so Teil der Veränderung werden lassen.