Die Erwartungshaltungen der Stakeholder an Unternehmen und Marken haben sich nach der Corona-Pandemie gravierend verändert. Die Themen Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung sind längst kein „Nice to have“, sondern erfolgsentscheidender Faktor für eine positive Entwicklung. Die Führungspersonen und Repräsentanten eines Unternehmens oder einer Organisation stehen damit verstärkt im Fokus der Aufmerksamkeit.
Vertrauen wird immer zu wahrnehmbaren Personen aufgebaut – und nicht zu anonymen Unternehmen. Dementsprechend wichtig sind das Verhalten und die Kommunikation jener Menschen, die durch ihre öffentliche Wahrnehmung das Erscheinungsbild ihrer Organisation maßgeblich prägen. Ihr Verhalten und ihr Auftritt können die Marke positiv aufladen – oder verheerenden Schaden für die Reputation anrichten. Gerade Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit belegen dies nachhaltig.
„Nicht-Kommunikation“ ist keine Strategie
Erschwerend wirkt sich zudem aus, dass im Zeitalter der sozialen Medien jeder Mensch zum Inhalt öffentlicher Diskussion werden kann, egal ob er die zur Verfügung stehenden Kanäle nutzt oder nicht. Diese Tatsache wird leider von vielen Entscheidungsträgern noch immer negiert. Die Ablehnung der sozialen Kommunikationsmöglichkeiten und die selbstgewählte kommunikative „Enthaltsamkeit“ sind noch keine Kommunikationsstrategie – damit werden nur Möglichkeiten ausgeschlossen, mit eigenen Aktivitäten Fehler zu begehen. Mit „Nicht-Kommunikation“ wird definitiv keine Reputation geschaffen. Mit dieser Strategie überlässt man die Beurteilung „Dritten“ – in der Hoffnung, dass dies positiv geschieht.
Wir bei Prizovsky & Partner sehen dies aufgrund langjähriger Erfahrungen nicht als eine erfolgversprechende Variante. Jede Führungskraft hat nicht nur die Möglichkeit, sondern auch die Verpflichtung zur positiven Wahrnehmung des Unternehmens beizutragen. Dafür ist keine „kommunikative Kür“ mit Botschaften im Stundentakt notwendig. In den meisten aller Fälle reicht es, das bestehende Interesse der Öffentlichkeit durch strategisch geplante und inhaltlich abgestimmte Botschaften zu befriedigen.