Fragen, die sich allem voran während des letzten Jahres aufdrängten und immer noch tun: Soll ich meinem eigenen Netzwerk vertrauen oder mir unbekannten Expert*innen? Kommunikation leistet hierbei im Idealfall einen notwendigen und wertvollen Beitrag des Brückenbauens. Entscheidend ist aber wie immer nicht nur das WAS, sondern auch das WIE! Die Corona-Pandemie hat dies einmal mehr verdeutlicht, denn es gilt komplexe Inhalte vereinfacht darzulegen, mit einer Portion Humor und Selbstironie zu würzen und somit Social-Media-tauglich zu gestalten.
Ein Best-Practice-Beispiel ist hier zweifelsohne der Anti-Fake-News-Kanal von Martin Moda, „M.E.G.A. – Make Europe gscheit again“. Der Science Buster und Molekularbiologe widmete sich mit seinen YouTube-Videos zentralen Fragen rund um das Virus.
Weitere Erfolgsformel: Transparenz und Ehrlichkeit
Ebenfalls klar geworden ist spätestens im vergangenen Jahr, wie entscheidend der Faktor Ehrlichkeit in der Wissenschaftskommunikation ist. Das heißt, es gilt auch darüber zu reden, was wir nicht wissen. Es überzeugt nicht, sich nur bei Themen, die bereits evaluiert werden konnten und bei denen wir uns sicher fühlen, zu Wort zu melden. Im Gegenteil, es führt zur konsequenten Abstrafung durch das Auditorium.
Ebenso spannend fand ich den Ansatz in Elisabeth Oberzauchers Keynote, wie es gelingen kann, komplizierte Sprache zu vereinfachen. Sie nannte hierbei das interdisziplinäre Arbeiten, also die Kooperation mehrerer Disziplinen bei einem Thema, wo eine gemeinsame Sprache die Voraussetzung für wirksames Arbeiten darstellt.
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